Großbreitenbacher Stadtwappen

Großbreitenbach, Sitz der Verwaltungsgemeinschaft

Das Waldstädtchen Großbreitenbach liegt mitten zwischen den zwei reizvollsten Gegenden des Thüringer Waldgebirges - dem sagenumwobenen Rennsteig und dem wildromantischen Schwarzatal sowie zentral nahe dem Hauptkamm des Thüringer Schiefergebirges und des Übergang's zum Thüringer Wald. Die Bergstadt liegt am Rande des deutschlandweit einzigartigen "Thüringer Kräutergartens". Johann Matthias Mylius (1634-1678) begründete im Ort das Heilmittelgewerbe des Thüringer Waldes mit seinen einst charakteristischen wandernden "Buckelapothekern". Großbreitenbach Rathaus und Turm 1989
Dabei gilt Großbreitenbach, 662 m über NN (Bahnhof), aufgrund seiner Lage an einem Paß über das Waldgebirge (Hohe Tanne) und an einer alten über das Gebirge führenden Handelsstraße auch seit altersher als "Schlüssel zum Thüringer Wald". Als Sinnbild für diese festgeschriebene Stellung der Stadt hält der "wilde Mann" im Großbreitenbacher Stadtwappen Schloß und Schlüssel in den Händen.
Der im hohen Mittelalter als Waldhufendorf durch Bergleute und Waldroder gegründete Ort entwickelte sich ab Mitte des 14. Jahrhunderts zum Dorf und wurde 1399 erstmalig urkundlich erwähnt. 1551 erhielt das Dorf Breitenbach das Marktrecht und 1621 wird die Gemeinde zum Stadtflecken.
Der einst bedeutende Bergbau auf Kupfer, Silber und Schwefelkies erlosch im wesentlichen während des 30jährigen Krieges.
In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts trat an dessen Stelle das im Ort begründete, einst bedeutende Olitätengewerbe des Thüringer Waldes (Heilmittelherstellung und -handel), welches bis Anfang des 20.Jahrhunderts im "Thüringer Kräutergarten" betrieben wurde.
Etwa ab dem 17. Jahrhundert prägten neben dem Fuhrmannswesen auch Mahl- und Schneidmühlen, Muldenhauerei, ein hochentwickelter Musikinstrumentenbau (Cembalos, Clavicorde, Klaviere, Geigen), Zinngießerei und Holzblasrohrherstellung die Gewerbestraktur des Ortes.
1779 wurde eine Porzellanmanufaktur gegründet und 1828 eine Porzellanmalerei, denen zahlreiche weitere Firmen der Branche folgten. Dieser Industriezweig war bis Anfang unseres Jahrhunderts dominierend. Besonders die Porzellanmalerei besaß einst Weltruf(!) infolge ihrer Qualitätsarbeit.
Großbreitenbach-Unterende 1989 1848 wurde im Ort der "5. Thüringer Volkstag" durchgeführt- die bedeutendste Aktion der bürgerlichdemokratischen Volksbewegung im Raum Thüringen. Und dieses bedeutende Ereignis trug auch wesentlich dazu bei, daß 1855 die Verleihung des Stadtrechts an den Ort erfolgte. Ab dieser Zeit setzte sich zunehmend der Name Groß-Breitenbach für die Stadt durch. 1868 fiel dem "Großen Brand" von Großbreitenbach fast die gesamte mittlere Häuserreihe des Ortes, darunter auch das Stadtschloß, die Fronfeste und das Brauhaus, zum Opfer.
1883 wurde Großbreitenbach an das Eisenbahnnetz angeschlossen, was eine Förderung des Erwerbslebens mit sich brachte.
Ab etwa 1900 erfolgte die Schwerpunktverlagerung von der Porzellan- zur Glasindustrie. Und etwa ab der gleichen Zeit begann man auch, den Fremdenverkehr im Ort auszubauen.
Die industrielle Entwicklung führte in Großbreitenbach zu einer starken Herausbildung der Arbeiterbewegung. Nach 1945 wurde neben der traditionellen Holz- und Glasindustrie besonders die Elektrotechnik als Industriezweig in der Stadt entwickelt.
1990 erfolgte die Grundsteinlegung für eine Produktionsstätte der "Neuen Glaswerke Großbreitenbach GmbH" - eines hochmodernen und leistungsfähigen Werkes der Glasbranche. Im gleichen Jahr wurde die Städtefreundschaft mit der Stadt Pfullingen (Baden-Württemberg) erneuert und eine Städtepartnerschaft mit der Großgemeinde Mörlenbach (Hessen) abgeschlossen.
1993 wurde eine Verwaltungsgemeinschaft mit den Orten Altenfeld, Böhlen, Friedersdorf, Gillersdorf und Wildenspring begründet. 1994 erfolgte die Bestätigung Großbreitenbachs als Fremdenverkehrsort.
Wintermorgen in der Dölke 1995 Der von weiten Nadelwäldern und Wiesen umgebene Erholungsort Großbreitenbach liegt in einem Hochtal des Thüringer Schiefergebirges und ist als kleine Fremdenverkehrs- und Industriestadt wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Mittelpunkt des oberen Kreisgebietes. Das manifestiert sich auch in seiner 1994 erfolgten Anerkennung als Unterzentrum im Ilm-Kreis. Aufgrund seiner Lage erweist sich Großbreitenbach als idealer Ort zur Erschließung der Region und hat gute Verkehrsanbindungen zu einer ganzen Reihe größerer thüringischer Städte. Mit dem Auto ist Großbreitenbach über die B88 Ilmenau-Rudolstadt, Abzweigung in Gehren, zu erreichen. Außerdem gibt es Buslinien nach Ilmenau, Erfurt (Norden), Königsee (Osten), Neuhaus, Sonneberg (Süden), Suhl (Westen). Der Ort war Endstation der Bahnstrecke (Erfurt) Ilmenau-Großbreitenbach. Die Bahnstrecke Ilmenau-Großbreitenbach wurde Ende der 90iger Jahre stillgelegt.
Das Profil des Ortes prägen einerseits Fremdenverkehrseinrichtungen, andererseits aber auch Gewerbeeinrichtungen und Industriebetriebe. Für die Stadt ergibt sich somit die Aufgabe, diese so verschiedenartigen Erwerbsmöglichkeiten zunehmend harmonischer aufeinander abzustimmen. Touristischer Anziehungspunkt ist u.a. der für Sommer- und Wintercamping geeignete gut ausgestatte Intercampingplatz  inmitten eines Naherholungsgebietes. Weiterhin stehen ein Ferienhotel, eine Waldpension, das Feriendorf Bad Hundertpfund sowie Privatvermieter als Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung.
Im Naherholungsgebiet am Campingplatz befinden sich ein großes Schwimmbad, 1 Sauna, ein Sportplatz mit Sportlerheim und 2 Gaststätten. Um die weitere wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Stadt abzusichern, ist an der nördlichen Peripherie des Ortes ein 20 ha großes Gewerbegebiet ausgewiesen und erschlossen worden. Mit der Ansiedlung vorwiegend mittelständiger Unternehmen (vor allem im produzierenden Bereich) sollen einerseits die wirtschaftlichen Potenzen in der Stadt gestärkt, aber andererseits auch neue Arbeitsplätze für die Einwohner der Stadt und der umliegenden Orte geschaffen werden.
St. Trinitatiskirche 1995 Für die kulturelle Betätigung und Freizeitgestaltung stehen mehrere Gaststätten, ein Bürgerhaus, eine Diskothek, eine Stadtbibliothek, ein Seniorenklub und das "Großbreitenbacher Heimatmuseum" zur Verfügung, das schrittweise zum "Thüringer Wald-Museum" -Großbreitenbach und Umgebung ausgebaut werden soll.
Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören die vom damaligen sächsisch gothaischen Landesbaumeister, Andreas Rudolphi erbaute St. Trinitatiskirche (die größte Holzfachwerkkirche Thüringens), der Turm von St. Johannis,St. Johannis 1989 ein thüringisches Fachwerkhaus von 1650, Einzel- und Flächennaturdenkmale in der Ortslage.
Durch die Ortslage führen zwei Ferienstraßen - die "Thüringer Porzellanstraße" und die "Olitätenroute" um den "Thüringer Kräutergarten". Und der Ort ist mit der nördlich des Langen Berges gelegenen Stadt Gehren (dem Sitz der dortigen Verwaltungsgemeinschaft) über den Hauptwanderweg Gehren-Großbreitenbach verbunden. Diese guten Fremdenverkehrsanbindungen bieten neben der zentralen Lage zwischen Rennsteig und Schwarzatal ebenfalls eine gute Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Fremdenverkehrs im Ort.
In der näheren Umgebung des Ortes laden eine ganze Anzahl herrlich gelegener Ausflugsziele, ob nun zu Fuß oder per Ski, Rad, Kutsche, Auto, Bus oder Bahn, zum Besuch ein; so der berühmte Rennsteig, der "Lange Berg" mit Gaststätte, der "Dreiherrenstein", das "Amselheim" bei Katzhütte, die Meuselbacher Kuppe, die Bergbahn, der Fröbelturm bei Oberweißbach und das Schwarzatal. Sehenswerte Landschaft bietet auch das nahegelegene Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald um Frauenwald und Schmiedefeld am Rennsteig.
Und die weniger Ausflugsbegeisterten können bei traditionellen Heimatfesten und Veranstaltungen wie z.B. dem "Thüringer Kräuter- und Olitätenmarkt mit Krönung der Olitätenkönigin" (jeweils Mitte August) einem Volksfest mit mittlerweile thüringenweiter Ausstrahlung, dem von der Feuerwehr Großbreitenbach alljährlich in der 1. Septemberhälfte ausgerichteten Feuerwehrfest den Sonnenwendfeuern, dem Faschingsauftakt mit Umzug zum 11.11. und Veranstaltungen in der "Faschingssaison", dem Altstadtfest auf dem Zwiebelmarkt, Tanzboden- und Waldfest sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen der hiesigen Vereine und Konzerten in der Trinitatis-Kirche Freude und Entspannung finden.
Silvester 1995 Wiegandsmühle 1996 Am Friedhof 1995 Nebel über dem Bauernwald 1993 Dächer und Zäune 1993


 
 
 
 
 
  Zur Verwaltungsgemeinschaft gehören außerdem:
Altenfeld, Böhlen, Friedersdorf, Gillersdorf, Wildenspring


Verschiedene Links zu Großbreitenbach und Umgebung. / Fragen zur Seite bitte an briefk2.png Wolfgang Erdtmann!
Anfragen zu Großbreitenbach und Umgebung bitte an:

Fremdenverkehrs-Information, Myliusstraße 6, 98701 Großbreitenbach, Germany, Tel.: + 49 36781 41750






















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